in bangalore ist um 23.30 uhr polizeistunde. alle restaurants, bars und clubs weisen um halb zwölf die gäste vor die tür. nicht selten wird polizeistunde auch wörtlich verstanden. dann stürmen polizisten mit schlagstöcken in die bars, klettern auf die tische und begleiten die gäste hinaus. die lokale jugend verzweifelt ob der spassbremsen in der regierung, und in delhi und mumbai machen sie sich über uns lustig.
der neuste streich der lokalen behörden ist ein tanzverbot in clubs und diskotheken. über die hintergründe weiss keiner richtig bescheid -- entsprechend wirr ist denn auch der artikel dazu aus den times of india.

angeblich hängt das allgemeine tanzverbot mit einem verbot der dance bars zusammen. in den dance bars wurden mädchen angestellt, die mit der männlichen kundschaft tanzen sollte. nicht selten soll es in diesen bars zu prostitution gekommen sein, was die sittenwächter dazu veranlasste, sie alle zu schliessen.
man sagt, dass sich die mädchen aus den dance bars anschliessend organisiert und gegen die clubs und diskotheken mobilgemacht hätten. sie hätten argumentiert, dass man nach den überlegungen der regierung auch alle anderen tanzlokale schliessen müsse, da dort nicht mehr und nicht weniger sittlich getanzt werde als früher bei ihnen.
in indien hat jede -- aber wirklich jede -- berufsgattung ihre gewerkschaft. übrigens: dieselbe geschichte hört man auch aus mumbai und dehli. nur wird dort heute noch getantz.
gestern abend war ich nun zum ersten mal in bangalore im club. die tanzflächen waren tatsächlich gesperrt, aber das hat niemenden daran gehindert im rest des lokals zu tanzen. und tatsächlich haben sie uns um halb zwölf auf die strasse gestellt, wenn auch ohne polizeieskorte.
nun wäre indien nicht indien, wenn die polizei bei ihrem nächtlichen rundgang nicht mal ein auge zudrücken würde. an der ecke von church und museum street drückt sie regelmässig beiden augen zu, so dass das empire die hungrigen nachtschwärmer bis tief in die nacht hinein versorgen kann.
bier bekamen wir im empire keines mehr. wir haben den abend mit süssem schwarztee und etwas gegrilltem schafhirn abgerundet.
der neuste streich der lokalen behörden ist ein tanzverbot in clubs und diskotheken. über die hintergründe weiss keiner richtig bescheid -- entsprechend wirr ist denn auch der artikel dazu aus den times of india.

angeblich hängt das allgemeine tanzverbot mit einem verbot der dance bars zusammen. in den dance bars wurden mädchen angestellt, die mit der männlichen kundschaft tanzen sollte. nicht selten soll es in diesen bars zu prostitution gekommen sein, was die sittenwächter dazu veranlasste, sie alle zu schliessen.
man sagt, dass sich die mädchen aus den dance bars anschliessend organisiert und gegen die clubs und diskotheken mobilgemacht hätten. sie hätten argumentiert, dass man nach den überlegungen der regierung auch alle anderen tanzlokale schliessen müsse, da dort nicht mehr und nicht weniger sittlich getanzt werde als früher bei ihnen.
in indien hat jede -- aber wirklich jede -- berufsgattung ihre gewerkschaft. übrigens: dieselbe geschichte hört man auch aus mumbai und dehli. nur wird dort heute noch getantz.
gestern abend war ich nun zum ersten mal in bangalore im club. die tanzflächen waren tatsächlich gesperrt, aber das hat niemenden daran gehindert im rest des lokals zu tanzen. und tatsächlich haben sie uns um halb zwölf auf die strasse gestellt, wenn auch ohne polizeieskorte.
nun wäre indien nicht indien, wenn die polizei bei ihrem nächtlichen rundgang nicht mal ein auge zudrücken würde. an der ecke von church und museum street drückt sie regelmässig beiden augen zu, so dass das empire die hungrigen nachtschwärmer bis tief in die nacht hinein versorgen kann.
bier bekamen wir im empire keines mehr. wir haben den abend mit süssem schwarztee und etwas gegrilltem schafhirn abgerundet.

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